Meerwasser Aquarium

Die wichtigsten chemischen Wasserparameter, die man zuhause in laufenden Aquarien regelmäßig messen sollte sind die Karbonathärte, sowie die Konzentrationen von Calcium, Magnesium, Phosphat und Nitrat. Unsere Empfehlungen zu den jeweiligen Tests findet ihr in der Rubrik Wassertests für Meerwasser Aquarien.
Für die Konzentrationsbestimmungen aller anderer Mengen- und Spurenelemente empfehlen wir eine auf ICP basierte Elementanalyse. Auch hierfür findet ihr bei uns im Seawater Solutions Shop eine empfohlene Auswahl an Produkten.

Unser Customized Reef Supply ist ein vollständiges Versorgungssystem für Meerwasseraquarien. Zur optimalen Funktion des Systems ist es lediglich notwendig die Konzentration von Calcium und Magnesium, sowie die Karbonathärte in regelmäßigen Abständen zuhause zu messen. Beim Start eines Beckens, sowie beim Wechsel von Versorgungssysteme ist es anfangs nötig alle 2-3 Tage diese Wasserwerte zu testen und daraufhin die Dosiermengen anzupassen. Auf all unseren Produkten stehen Dosierhinweise, wodurch die täglichen Dosiermengen ganz einfach eingestellt werden können.

Elementanalysen werden in der Meerwasseraquaristik gerne aus Einfachheitsgründen unter dem Namen ICP-OES (Inductively Coupled Plasma Optical Emission Spectroscopy) zusammengefasst, da anhand dieser Methode die meisten Elemente in unseren Wasserproben gemessen werden können. Diese Methode ist also nur in der Lage die Konzentration einzelner Elemente in der zu untersuchenden Wasserprobe zu detektieren. Hinter den Ergebnissen dieser Analysen stecken jedoch oft mehrere Messmethoden, wie beispielsweise auch die Ionenchromatographie, da einige Elemente in der ICP-OES nur schlecht zu analysieren sind. Zudem werden bei den Analysen einiger Anbieter auch die Konzentrationen verschiedener Verbindungen angegeben. Hierzu zählt beispielsweise Phosphat (PO4), das anhand der gemessenen Phosphorkonzentration (P) ausgerechnet werden kann. Andere Verbindungen wie beispielsweise Nitrat (NO3) oder die Karbonathärte (Menge an CO32-) müssen in den Laboren durch Photometrie oder Titration gemessen werden. Zusammenfassung: Eine reine ICP-OES kann nur Aufschluss über die Konzentration von Elementen geben (Bspw. Ca, I, Sr,...)nicht alle Elemente können in der ICP-OES gemessen werdenauch Verbindungen aus mehreren Elementen benötigen oft weitere AnalysemethodenIn unserem Shop findet ihr eine Auswahl von uns empfohlener Wasseranalysen für die Meerwasseraquaristik, die all diese Aspekte berücksichtigen und daher den größtmöglichen Umfang an Ergebnissen bieten.

Der größte Anteil des Nitrats im Aquarium kommt von den Fischen, die wir ins Aquarium setzen. Diese scheiden als Stoffwechsel-Abbauprodukt Ammoniak durch ihre Kiemen (90%) und ihren Urin (10%) aus, das sich dann in der Regel zu Ammonium umwandelt (dieser Prozess ist abhängig vom pH Wert!). Durch die sogenannte Nitrifikation, ein bakterieller Stoffwechselprozess, entsteht aus Ammonium zunächst Nitrit und anschließend bei einer weiteren Umwandlung Nitrat, das wir dann mit unseren Wassertests messen. Ebenfalls wird der Nitratwert natürlich auch von anderen Tieren wie Schnecken, Krebsen, Stachelhäutern,... durch ihren Stoffwechsel beeinflusst.

In den Anfängen der Meerwasseraquaristik war man oft der Herausforderung gegenübergestellt die wichtigen Nährstoffe Nitrat (NO3) und Phosphat (PO4) zu verringern. Mit dem heutigen Stand der Technik, wie beispielsweise durch die Etablierung hoch effizienter Eiweißabschäumer sowie verschiedener Filtermedien und Adsorber, ist es relativ einfach die Nährstoffe in moderaten Konzentrationen einzustellen. 

1. Tipp:
Ein zu hoher Nitratwert ist meist die Folge zu vieler Fische im Aquarium. Ein Beratungsgespräch bei deinem Einzelhändler des Vertrauens sollte daher möglichst noch vor dem Fischkauf stattfinden, um das Becken nicht zu stark zu besetzen. Gegensteuern kann man dem Ganzen durch das nasser Einstellen des Abschäumers. Hier wird also die Höhe der Wassersäule im Reaktionskörper des Abschäumers erhöht, wodurch stärker abgeschäumt wird. 

2. Tipp:
Ein weiterer einfacher Schritt ist das Einsetzen weiterer Verbraucher ins Aquarium. In den klassischen Riffaquarien sind das vorwiegend Korallen, die für ihre Photosynthese die Stickstoffverbindungen aus der Nitrifkationskette nutzen und somit Energie produzieren können, wodurch sie wachsen. Welche Korallen in euer Aquarium passen erfahrt ihr auch bei eurem Einzelhändler. 

3. Tipp:
Zudem kann bei erhöhtem Nitratgehalt durch die Zugabe von Kohlenstoffpräparaten entgegengewirkt werden. Zur Dosierung von Kohlenstoff findet ihr einen extra Eintrag.

Durch die mittlerweile sehr effiziente Technik kommt es in vielen Aquarien zu Nährstofflimitierungen. Besonders, wenn ein Besatz mit Fischen durch eine zu geringe Größe des Beckens nicht möglich ist. Das heißt also, dass die Korallen, Algen etc. mehr Nährstoff verbrauchen als von den anderen Lebewesen durch ihre Stoffwechselendprodukte zugeführt wird. 

Dieses Problem kann man in großen  Aquarien sehr gut durch einen stärken Fischbesatz und die damit einhergehende stärkere Fütterung bewältigen. 

Zudem kann man den Abschäumer trockener einstellen, sodass weniger stark abgeschäumt wird und daher mehr stickstoffhaltige Eiweißverbindungen im Wasser verfügbar sind. 

Sollten all diese Maßnahmen nicht greifen und die Lebewesen weiterhin Anzeichen einer Nährstofflimitierung aufweisen kann man den Nitratgehalt durch die Dosierung passender Präparate anheben.

Wir sprechen von einer Nährstofflimitierung, sobald nachgewiesen durch zu niedrige Nährstoffkonzentrationen negative Symptome bei den Tieren in unseren Aquarien sichtbar sind. Diese Symptome können sich bei Korallen beispielsweise als stagniertes Wachstum oder sogar Gewerbeverlust äußern. 

Einen klaren Wert, ab wann es tatsächlich zu einer Limitierung kommt, ist von Becken zu Becken unterschiedlich und kann somit nicht genau definiert werden. Theoretisch sollten Aquarien, bei denen genau die Menge an Nährstoffen auftreten, die auch wieder von den Korallen und Algen genutzt werden. Somit könnte man also sowohl die Nitrat- als auch die Phosphatkonzentration mit unseren heimischen Tests nicht im Aquarium sein, die Korallen aber eben genau die richtige Menge Nährstoff zur Verfügung haben. In der Praxis ist es jedoch extrem schwierig und ein Tanz auf Messers Schneide, genau diese Situation hervorzurufen. Zudem kommt es ebenfalls bei niedrigen, jedoch klar nachweisbaren Nährstoffkonzentrationen in vielen Becken schon zu klassischen Symptomen einer Nährstofflimitierung, die man durch gezieltes Anheben dieser Defizite auch relativ schnell stoppen kann. 

Die richtige Nährstoffkonzentration sollte also jeder Meerwasseraquarianer für sein ganz individuelles Becken selbst herausfinden. Werte bei denen wir noch nie negative  Auswirkungen auf unsere Tiere feststellen konnten liegen bei Nitrat: 5-10 mg/l und Phosphat 0,03 - 0,08 mg/l.

Anders als in der Süßwasseraquaristik ist es in Riffaquarien kaum möglich ganz ohne Scheibenreinigung auszukommen. Zudem muss in regelmäßigen Abständen der Abschäumertopf geleert und die Technik wie Rückförder- und Strömungspumpen gesäubert und entkalkt werden, um so eine lange Lebensdauer mit optimaler Funktionalität zu gewährleisten. Wie oft diese Intervalle für das Scheiben und Technik reinigen anfallen ist von Becken zu Becken unterschiedlich und hängt unter anderem von der Nährstoffkonzentration und dem damit einhergehenden Algenwachstum zusammen.

Nahezu alle Tiere eines klassischen Riffaquariums stammen ursprünglich aus den tropischen Zonen unserer Erde und sind an einen Tagesrhythmus von 12 Stunden angepasst. Somit liegt die optimale Beleuchtungsdauer unseres Erachtens auch im Riffaquarium bei 12 Stunden pro Tag. Zudem bietet sich - sofern technisch möglich - ein langsames Dimmen der Beleuchtung am Morgen und Abend an, um die Tiere langsam an das helle Licht zu gewöhnen und einen natürlicheren Tagesverlauf zu simulieren.

Anders als im Süßwasserbereich benötigt man in der Meerwasseraquaristik nur kleinere Teilwasserwechsel. Durch die im Regelfall hohe Dichte an Korallen im Aquarium kommt es normalerweise nicht zur Anreicherung von Stoffwechselabbauprodukten und Nährstoffen. Ein wöchentlicher Wasserwechsel von etwa 10% ist dennoch ratsam, um mehr Stabilität im Aquarium zu erreichen. 

Diese Frage ist genauso wichtig, wie schwierig zu beantworten. Die Kosten des Aquariums hängen extrem von der eingesetzten Technik und den gewünschten Tieren ab. Man sollte sich also schon zuvor Gedanken machen, wie das Aquarium letztendlich dann besetzt werden soll.

Wichtig ist hier auch immer die laufenden Kosten nicht zu vergessen. Speziell der Stromverbrauch ist ein wichtiger Faktor bei der Planung des Aquariums. Soll es beispielsweise ein reines Weichkorallen- und Fischaquarium werden, reicht in der Regel eine etwas sparsamere und günstigere Lampe. Zudem sind die Kosten für Weichkorallen in der Regel geringer, als für seltene Steinkorallen. 

Bei den Anschaffungskosten für die Technik kann man durch den Kauf gebrauchter Produkte von privat relativ einfach Einiges sparen. Hier sollte jedoch auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Artikel keine altersbedingten Beeinträchtigungen haben und noch auf dem aktuellen Stand der Dinge sind. Durch die aggressiven Eigenschaften von Meerwasser unbedingt auch auf die Flexibilität der Kabel und auf eventuelle Kabelbrüche achten! 

Man sollte sich jedoch immer vor Augen halten, dass die Meerwasseraquaristik sicher nicht das günstigste Hobby ist. Es ist hilfreich sich eine grobe Kostenaufstellung mit der gewünschten Technik und dem Besatz des Aquariums zu erstellen. 

Im konkreten Fall stehen wir gerne bei der Planung des Aquariums zur Verfügung.

Diese Frage ist nur schwer zu beantworten. Hier spielen Faktoren wie Beckengröße und -einrichtung, bisheriger Besatz,... eine entscheidende Rolle. Ein Gespräch mit dem Zoofachhändler eures Vertrauens sollte hier weiterhelfen.

Wir haben für euch eine Schritt für Schritt Anleitung auf Deutsch erstellt. Diese findet ihr hier: HC Hanna Instruments Checker Gebrauchsanweisung

WhatsApp

+49 152 21639223

E-Mail

office@seawatersolutions.de